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Jean-Paul Brun

 

WER TRINKT SCHON NOCH

 

BEAUJOLAIS ?

 

Beaujolais-Weine scheinen inzwischen fast vollständig in die Regale von Kaufhäusern und Supermärkten abgewandert zu sein. Kaum ein Fachhändler hat sie noch gelistet. Das Image ist tief gesunken. Über-zuckerungsskandale und äußerst fragwürdige kellertechnische Manipulationen bei der Primeurherstellung haben ihnen den Rest gegeben. Von einem kurzen Beaujolais-Nouveau-Intermezzo für spezielle Liebha-ber jeden November abgesehen, währt der Rückgang des Interesses schon einige Jahre und dramatische Exportrückgänge belegen auch in Deutschland die inzwischen geringe Wertschätzung bei Weintrinkern, die meinen, 'etwas auf sich zu halten'.

 

Vor diesem deprimierenden Hintergrund könnte es scheinen, als würden wir den Überblick verloren haben, wenn wir Ihnen heute wieder Beaujolaisweine anbieten wollen. Ist aber nicht so. Denn selbst-verständlich gibt es hier, wie in jeder anderen Weinregion auch, Winzer, die gute Weine machen können und wollen. Winzer, die wie Jean Paul Brun es verstehen, die Besonderheit in Stil und Charakter dieser aus der Sorte Gamay gemachten Rotweine wieder auferstehen zu lassen. In Bestform nämlich…

 

"…bildet Beaujolais das große Vorbild für alle Bemühungen in der ganzen Welt, rote Erfrischung in Flaschen zu füllen. Der Wein ist außerordentlich fruchtig, hat ein safti-ges Aroma, das in Verbindung mit der Aussicht auf feine Säure den Appetit schon an-regt, ehe noch der erste Schluck auf die Zunge gekommen ist. (Jancis Robinson)

 

2004 Cuvée Première

Beaujolais AOC, Jean-Paul Brun

Ein Wein, der vor Fruchtigkeit, Saft und Charme fast platzt. Die Aromen sind sauber, klar und sehr lebhaft, völlig ohne Bananen-, Konfitüre- oder Aceton-Noten, wie sie sich häufig bei zu hastig vergorenen Weinen finden. Vielmehr fächern sich Eindrücke von Kirsche, Himbeere, Pflaume und Marzipan im Mund auf; sie sind unterlegt mit einer durstlöschenden, saftigen Säure, die die Fruchtigkeit sehr gut ausbalanciert; geschmacklich klassisch trocken, mit einer tonischen Herbe, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und Lust auf mehr macht. Der hellfarbene, purpur-violette Wein ist äußerst trinkfreudig und läuft wie ein kühler Bergbach über die Zunge. Er bildet einen wohltuenden Gegensatz zu den alkoholbetonten, marmeladisierten Weinen, wie sie heutzutage selbst bei Herkünften anzutreffen sind, die von ihren genuinen Bedingungen her solche "dicken" Weine allenfalls durch das Ziehen aller Register postmoderner Kellertechnik in die Flasche bekommen. Temperieren Sie ihn auf 12° bis 14°. Und wenn Sie ihn trinken, werden Sie merken, ob Jancis Robinson Recht hat.

6,90 €     (1 Liter=9,20)

(inkl. MwSt. zzgl.Versandkosten)