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THEMEN:
Berlin ist eine Weinstadt, selbstverständlich! Und eine große dazu. Hier gibt es 150 Lidl-Filialen und 108 von Aldi. Und da beide zusammen knapp die Hälfte des deutschen Weinumsatzes machen, wird man auch ohne genaue Kenntnis der Zahlen unterstellen können, dass in Berlin einiges an Wein getrunken wird. Zumal ja dann noch all die anderen Discounter und Supermärkte dazu kommen, und auch Drogerieketten, Tankstellen, Bäckereien, Spätkaufgeschäfte, selbst Videotheken Wein verkau-fen. Da kommt einiges zusammen. Schön ist auch zu wissen, daß der Durchschnittspreis einer Flasche Wein in Deutschland bei etwa 2,20 € liegt, samt Flasche, Etikett und Verschluss. 2,20 € als Durchschnittspreis – auch kein Grund, sich Zurückhaltung beim Kauf aufzuerlegen, auch in Berlin nicht!
Und da sind wir schon mitten beim industriellen Weinmachen, das den Weinmarkt heute dominiert.
Es führt zu einem ähnlichen Ergebnis wie Werbefotos, von denen die Adressaten mit einer solchen Flut makelloser, entpersonalisierter Bilder überschüttet werden, dass viele denken, die ganze Welt sähe so aus. Auf den Wein bezogen heißt das, daß die von Besonderheit und Eigenständigkeit be-freiten Weine zunehmend als Prototypen von Wein überhaupt dargestellt und schließlich auch em-pfunden werden.
Was geschmacklich Eigenheit und Differenz beim Wein sein könnten, und damit der Grund, sich von der Verpackung absehend, für eine bestimmte Flasche im Regal zu entscheiden und nicht für die rechts oder links daneben, verschiebt sich heute immer weiter in den Bereich von "life-style" und seiner Darstellung: Der Sekt im Bauchnabel der Dame ist der Grund, ihn zu kaufen, nicht sein Geschmack. Bei dem kommt es nur noch darauf an, dass er niemanden stört. Und am Besten ist es, wenn er ALLEN gefällt. (Ein Wein, den Millionen Menschen trinken: das Phantasma des Großproduzenten…!)
Der geschmackliche Kitsch, der dabei entsteht, gleicht industriell herstellten Kaufhausgemälden mit gleißenden Sonnenuntergängen in Neonfarben oder dem "airbrush-painting", das einem von Motor-hauben entgegen springt. Solche Kunst hat etwas - hart ausgedrückt - "dümmlich Tröstendes". Ihr ist das Bestreben gemeinsam, auf keinen Fall die Intensität oder die Qualität des Inhalts und seiner Ein-zelteile zu steigern, so dass der Betrachter verweilen, wahrnehmen und mit einem Mehr an Erfahrung daraus entlassen werden könnte.
Das gilt auch für Weine aus Großproduktion, bei denen der Hersteller den Geschmack der großen Zahl, d. h. den kleinsten gemeinsamen Nenner von dem, was Allen schmeckt, ansteuert. Ein so auf Banalität getrimmter Wein ohne Profil enthält deswegen übrigens auch eine mehr oder weniger ver-steckte Aufforderung zum Saufen. Er fließt nämlich aufgrund seines glattgeschmirgelten Charakters bei dem sich Empfindungen bestenfalls in Wohlgefallen auflösen, in rasantem Tempo seinem Ende entgegen - und schon ist die Flasche leer.
Bei all dem geht es weniger um gut oder schlecht, richtig oder falsch, sondern zuallererst um die Aufmerksamkeit, welche Richtung die ganze Sache weiterhin nimmt.
Jedenfalls: Wenn stimmen würde, worüber auch Profis seit Jahren herumschwadronieren, dass 'der‘ Weintrinker mit einfachen, meist süßen Weinen anfängt, um schließlich dann doch bei den anspruchs-volleren zu landen, müssten die Opernhäuser voll sein. Aber die Massen, die mit musicals anfangen, landen dort eher selten.
Andererseits, und nicht zuletzt, hat die Medaille aber noch eine andere Seite. Es gibt in Berlin selbst-verständlich auch eine große Anzahl kenntnisreicher und neugieriger Weintrinker, die über den Wunsch hinaus, vom Wein ‚einfach nur‘ bedient zu werden, und das Glück des unmittelbaren Wohlgefallens zu genießen, auch anderes am Wein schätzen. Daß er die spannende Möglichkeit bietet, auf die Reise zugehen, neue geschmackliche Erfahrungen zu machen, Bekanntes loszulassen, sich andere Vorlieben zu erschließen, fast unüberschaubare Vielfalt zu zeigen, Teil eines reichen Lebens zu sein. Das bieten dann andere Weine. Sie findet man übrigens meistens im ambitionierten Fachhandel.
Sie und die genauso ambitionierten Weintrinker beweisen auf eine andere Art, wie sehr Berlin eine großartige Weinstadt ist. Von beidem würde ein weiteres Kapitel handeln können.
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Wein gibt es, das wissen wir. Auch verstehen wir was davon – manchmal mehr, manchmal weniger. Spargel gibt es auch, wir kennen ihn – in nicht so ausgeprägter Vielfalt wie Wein, aber während seiner Saison doch recht ausgiebig. Spargelwein scheint es auch zu geben. Momentan jedenfalls mal wieder, wenn wir Weinprospekten, Displays, Werbeplakaten und Sonderangeboten glauben wollen, die zur Zeit wie das Gemüse selbst hervorsprießen. Supermärkte, Kaufhäuser, Weingeschäfte und auch Discounter bieten sie an: zu Pyramiden gestapelt, ganze Schaufenster damit gefüllt, als edle Einzelflasche vor einem Spargelposter drapiert oder gleich von der Palette aus angeboten, in allen Varianten und überall dort, wo Wein verkauft wird finden wir Spargelwein. Trotzdem, Spargelwein können wir nicht kennen! Wohl vielleicht Heidelbeerwein, Erdbeerwein oder auch Apfelwein, in Frankreich kennt man selbst „Vin de Noix“ und „Vin de Laurier“. Aber Spargelwein? Der müsste ja aus Spargeln gemacht sein. Und das wiederum ist nur eine Fiktion, die sich Friedrich Dürrenmatt für sein 1949 geschriebenes Theaterstück „Romulus der Große“ ausgedacht hat. Dort wird allenthalben und andauernd angeblich aus Spargelwurzeln gewonnener Wein getrunken, Spargelwein eben. Den hat aber außerhalb dieses Theaterstücks noch nie jemand gesehen. Es gibt ihn gar nicht.
Weine zu Spargeln gibt es wohl. Zur Zeit haben sie eine Konjunktur, mit der man gern mitgeht. Denn wann sonst im kulinarischen Jahr gibt es eine Zeit, in der der Weinhandel, auf welcher Schiene auch immer, für knapp drei Monate sein fast gesamtes Weißweinrepertoire als passend für ein so populäres Gericht wie den sogenannt königlichen Spargel seinen Kunden empfehlen kann? Also, ob Stahltank- oder Holzfass-ausgebaut, her mit den Weiß-und Grauburgundern, den Silvanern und Rivanern, den Müller-Thurgaus, den Sauvignons, Chardonnays, Grünen Veltlinern, Muscats sec, meinetwegen auch den Gutedeln, Viogniers, Verdejos und vielleicht auch den Rieslingen – wenn sie nicht zu säuerlich sind! Aus diesen Weinen, die möglicherweise alle gut zu Spargeln passen, aber die auch sonst das ganze Jahr über ohne weitere Notwendigkeit, zusammengesetzte Wörter mit ihnen zu bilden, angeboten und getrunken werden, macht man flugs mal „Spargelweine“. Aber haben Sie schon was von Forellenweinen, Kalbsschnitzelweinen oder Broccoliweinen gehört?
Den sogenannten Spargelweinen macht das nichts, im Gegenteil. Sie verkaufen sich offensichtlich besonders gut, wenn man sie zur Zweisamkeit mit einem als „edel“, „exklusiv“ und „königlich“ dargestellten Gemüse bringt. Dreihundertfünfundvierzigtausend (!) Aufrufe unter: ‘Spargel königlich‘ bietet Google an. Selbst wenn spätestens bis zur aufkommenden Dosenindustrie im 19. Jh. , Spargel Königen und Notabeln vorbehalten war, weil es kaum welchen gab und er nicht großräumig gehandelt werden konnte, so recht einleuchten mag die bis heute gebetsmühlenartig wiederholte Qualifizierung als königlich nicht. Mindestens bürgerliches Gemüse müsste man den Spargel heute nennen. Schließlich werden in Deutschland jährlich 1,1 kg pro Kopf und Jahr davon verspeist, etwas mehr als Spinat, und nur ca. ½ Kilo weniger als Blumen- Grün- Rosenkohl und Broccoli zusammen. Aber man pflegt eben seine liebgewonnenen verkaufsfördernden Bräuche, nennt den Spargel königlich und jeder Wein, dem man unterstellt, zu ihm zu passen, wird es gleich mit.
Wer mit Lust an die Sache ran geht, ist ohne besondere Werbemaßnahmen sowieso dem Reiz der weißen oder grünen Sprossen erlegen. Das beginnt schon beim Anblick des phallischen Bündels, das Genuss versprechend auf dem Teller liegt. Der Mund reagiert wie beim Pawlow‘schen Hund, wird saftig, wie es der Spargel selbst ist, und alles steigert sich, isst man dann die Spargeln aus der Hand. Und nicht zu wenige dürfen es sein, die immer wieder aufs Neue beim Spargelkopf die Sensation von nussiger Süße hervorrufen, um die Stange hinunter, wie man sie langsam zentimeterweise in den Mund schiebt, einer zarten animierenden Bitter-Süße Platz zu machen. Dieser erotisch angehauchten Symbolik des Spargels gaben ja auch schon, wir haben‘s alle im Ohr, die Comedian Harmonists Ausdruck, als sie Veronika, den Lenz und den wachsenden Spargel besangen und ganz unmißverständlich dichteten: „Mädchen lacht, Jüngling spricht: Fräulein wolln sie oder nicht, “
Aber welcher Wein denn nun zu diesem verführerischen Gemüse?
Auch mit Vorschlägen dazu ist das Internet prall gefüllt. Und glaubt man ihm, so passen offensichtlich von ein paar Ausnahmen abgesehen, zum Spargel alle Weine. Dabei fällt auf, dass die Empfehlungen und Begründungen von Sommeliers zu Spargel und Wein besonders gern die aromatische Seite beider Teile beleuchten. Das ist ganz prima und weist auf die intensive Ausbildung mit Geruchsproben und Aromabeispielen dieses beglückenden Modeberufs hin. Leider wird dabei wenig von Weinstruktur gesprochen, also dem Verhältnis (und der Qualität) von Säure, Alkohol und Süße. Dies dürfte jedoch das Leitmotiv bei der Weinauswahl sein.
Wir finden, dass die Frage, welcher Wein zum Spargel passt, von experimentierfreudigen Ausnahmen abgesehen, einfachen Regeln folgen kann. Je satter, 'süßer' die Zubereitung (Sahne, Hollandaise, Käse), desto geschmeidiger, voller und quasi 'süßer' kann der Wein sein. Begleitet von einer Vinaigrette oder zitronigen Sauce, passen Weißweine mit ein wenig mehr Säure gut zu diesem Gemüse, besonders dann, wenn der Wein eher leicht im Alkohol ist und keinen spürbaren Restzucker aufweist. Entsprechende Silvaner, Sauvignons, schlanke, eher rassige Veltliner würden passen. Spargel 'klassisch', also mit Butter oder einer sahnigen Sauce, auch einer Hollandaise, harmoniert bestens mit volleren Weinen, deren Säure gebremst ist, die aber keine Süße aufweisen. Wenn‘s unbedingt ein Riesling sein soll, dann eher eine opulentere, trockene Spätlese mit einiger Fülle, auch ein halbtrockener Kabinett kommt eventuell ins Spiel, auf jeden Fall aber kein Wein, dessen Säure sich mit der würzigen Süße des Spargels und seiner feinen Bitterkeit streitet, sondern diese eher aufnimmt. Hier ergeben sich viele spannende Möglichkeiten:
Ein Viognier zum Beispiel, eine Bordeaux-Cuvée aus reifem aromatischem Sauvignon ohne Grasigkeit mit Fülle gebendem Semillon, oder ein Grauburgunder bzw. Elsässer Pinot Gris passen nicht nur zum 'klassischen' Spargel mit brauner Butter, sie können auch Spargel mit Morcheln oder in Butter gebratene Spargelstifte mit Scampi und gehobelten Karottenstreifen zu einem Erlebnis machen. Auch ein Spargelomelette oder –Soufflé geht zu solchen Weinen sehr gut.
Gedünsteter Spargel mit erstklassigem, nicht zu fruchtigem Olivenöl und ordentlich frischem Koriander, arrangiert sich prächtig auch mit einem Chardonnay mit ausgewogener Säure, der kein Holz gesehen hat. Verschlägt man jedoch das Olivenöl mit ein wenig Limettensaft, beginnen auch nicht zu säurebetonte Rieslinge oder ein saftiger Silvaner wiederum gut zu passen.
Dass selbst diese recht grob gerasterten Empfehlungen je nach begleitender Zutat, also Fleisch oder Fisch z.B., vollständig durcheinander gewirbelt werden können, ist klar, zeigt aber nur die aufregende Vielfalt der Kombinationsmöglichkeiten.
Aber wie auch immer. Was bleibt, ist, solche Gesichtspunkte nicht unbeachtet zu lassen, und dabei die Weine auszuwählen, die zu trinken man Lust hat. Und bleibt man dabei neugierig, umso besser. Wer liest schon immer dasselbe Buch! nach oben
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Sehr geehrte Damen und Herren,
Man will ja eigentlich nicht gleich bis zum Äußersten gehen und Ihre Antwort auf die „Gute Frage“ im Oktoberheft als Lobbyarbeit für die Weine von Discountern interpretieren. Liest man jedoch im Dezemberheft, wie Sie den Einwurf des Kollegen Roland Reitz zu Ihrer Ant-wort abbügeln, ohne auch nur über Ihr Einzelbeispiel hinaus, ein Wort über den Unterschied zwischen Fachhandel und Discountern zu verlieren, ist man sich da schon nicht mehr ganz sicher.
Entschuldigen Sie, aber für so beschränkt können Sie Ihre Leser doch nicht halten, dass diese Ihre Unterstellungen gepaart mit der offensichtlichen Unlust, eine Leserreaktion ernst zu neh-men, nicht bemerken. Schon die ursprüngliche Leserfrage wollen Sie nicht verstehen. Hier wird nämlich nach Weinen im Plural, also nach unterschiedlichen Sortimenten gefragt. Nach Weinen, die „immer wieder“, also andauernd, im Discounter zu finden seien. worauf Sie mit einem Einzelbeispiel antworten, das sich „immer mal wieder“, also gelegentlich, zu Aktions-preisen bei großen Anbietern fände. Auch an dieser Stelle sollte man schon mal beim ange-fragten Thema bleiben . Denn ein großer Anbieter, wäre beispielsweise auch Hawesko, oder Jacques’ oder Mövenpick, oder… mit ihren nicht gerade discounterhaften Sortimenten. Aber danach fragt der Leser nicht. (Zur Klärung der Begrifflichkeit ist, wenn man sie nicht parat hat, ein Blick ins Wirtschaftlexikon unter Discounter durchaus hilfreich.)
Und wenn Sie ihr an den Haaren herbeigezogenes Beispiel mit Villa Antinori bei SPAR richtig angeschaut hätten, hätten Sie bemerkt, dass die 27% Preisnachlass von einem absurden Apotheken-Preis von 20,60 € bzw. 20,50 € (je nach Jahrgang) abgezogen werden, es sich bei dieser Offerte also nur scheinbar um ein Schnäppchen handelt. Googeln Sie mal, die regulären Preise für diesen Wein beginnen dort bei 11,60 plus Versand !!
Aber bitte sehr, noch mal zurück zur „Guten Frage“ im Heft Oktober 2010.
Bei der Leserfrage ging es um die Preis- und Qualitätsunterschiede von Weinen aus dem Discounter gegenüber denen aus dem Fachhandel. Ihr Redakteur scheint in seinem Leben noch nie ein Weinfachhandelsgeschäft von innen gesehen zu haben. Was er dort gegenüber einem Discounter an Unterschieden im Angebot (und damit selbstverständlich auch im Preis) feststellen könnte weigere ich mich, hier aufzuzählen, es ist allzu offensichtlich. Sein Fazit „von der Qualität her macht es in der Regel keinen Unterschied“ (was hier bzw. dort ange-boten werde), beweist das extrem hohe Maß seiner Ignoranz und beschreibt zudem hervor-ragend die Position Ihrer Zeitschrift gegenüber dem Fachhandel. Sie ist als prinzipiell uninteressiert seit den ersten Ausgaben von Vinum (ich bin Abonnent noch aus der Zeit, als Vinum ausschließlich als Schweizer Ausgabe auf dem deutschen Markt erhältlich war) sichtbar geworden. Die Chance, den Weinfachhandel als Partner bei der Entwicklung kulti-vierten oder auch lustvoll-lebensfreudigen Weintrinkens zu begreifen, hat Vinum in den vergangenen 30 Jahren nie ergriffen. Warum auch, wenn es, wie Sie dafür nun die Begrün-dung quasi nachschieben, gar keinen Unterschied zwischen Supermarkt und Fachhandel gibt, außer dass es hier teurer ist als dort.
Ihre mit Desinteresse gepaarte Ahnungslosigkeit verstellt Ihnen folglich auch die Möglichkeit, allein in Berlin die gut zwei Dutzend hoch motivierten Fachhändler mit ihren ausgefeilten Sortimenten wahrzunehmen.
Und noch einen weiteren Aspekt Ihrer irrigen Einschätzung kann man erkennen. Indem Sie behaupten, außer einem bisschen Service gäbe es hier wie da das Gleiche, bemerken Sie gar nicht, dass Sie im Grunde ignorieren, was geschmackliche Eigenheit und Differenz und somit die außerordentliche Vielfalt beim Wein sind, und damit der Grund, sich von der Verpackung absehend, für eine bestimmte Flasche im Regal zu entscheiden und nicht für die rechts oder links daneben. Weinauswahl nämlich (und auch das Schreiben über Wein) verschiebt sich heute immer weiter in den Bereich von "lifestyle" und seiner Darstellung: Der Sekt im Bauch-nabel der Dame ist der Grund, ihn zu kaufen, immer weniger sein Geschmack. Bei dem kommt es nur noch darauf an, dass er niemanden stört – Discounterwein eben.
Dabei steuert der Hersteller den Geschmack der großen Zahl an, d. h. den kleinsten gemein-samen Nenner von dem, was Allen schmeckt. So weit sind wir Fachhändler, Dyonisos sei Dank, noch nicht. Auch wenn Ihre Antwort auf die Leserfrage dies suggerieren will.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Schiechel
Vinum Spezialitätenkontor, Berlin, 30. Nov. 2010
Dieser Brief blieb bis heute unbeantwortet.
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