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Chateau Haut-Blainville, Languedoc – Vom Banker zum Botschafter des Languedoc

18 Jahre ist es her, als sich der erfolgreiche Banker Bernard Nivollet 1997 entschloss, der Finanzwelt den Rücken zu kehren, um zusammen mit seiner Frau Béatrice sein Erspartes in die Gründung eines eigenen Weinguts im Languedoc zu investieren. Was damals noch nicht viel mehr als eine kleine Scheune mit ein paar verstreuten Rebparzellen war, ist heute zu einem der angesehensten Châteaus und zu einem wichtigen Botschafter der gesamten Region Languedoc herangewachsen.

Château Haut Blanville liegt mitten im Hérault, unweit des historischen Städtchens Pézenas und nur wenige Kilometer von Montpellier entfernt. Mittlerweile werden 47 Hektar bewirtschaftet. Der Keller des Weinguts befindet sich in einem prunkvollen Anwesen, „Petit Versailles de l‘Hérault“ genannt, das die Domaine vor etwa einer Dekade erworben und für die Zwecke des Weinbaus umfunktioniert hat. Hier im Keller lagert auch eine schier unermessliche Anzahl an pyramidenförmig gestapelten Barriquefässern. Denn es gehört zur Handschrift der Nivollets, nahezu die gesamte Kollektion mindestens 9 Monate in Holzfässern auszubauen. Dabei wird allerdings nur sehr dosiert mit neuen Fässern gearbeitet – gerade die Weißen werden in gebrauchten Barriques in Zweit- und Drittbelegung ausgebaut, wohingegen bei den roten Spitzencuvees immer auch ein Anteil an neuen Fässern Verwendung findet.

Wer nun befürchtet, dass die Weine ob des vielen Holzes zu einem „Biss in die Eichenplanke“ geraten könnten, der darf jenen Holzweg beruhigt wieder verlassen. Denn Bernard Nivollets Idee vom Fassausbau ist von einer Feinheit und Subtilität geprägt, die als beispielhaft gelten darf: Im Vordergrund aller Weine steht immer die typische warme Frucht und die Würze der Garrigue, der im Hérault vorherrschenden Heidelandschaft, gefolgt von einer harmonischen, den Wein stützenden Röstaromatik. Von feinstem Holzeinsatz zu sprechen ist also keinesfalls eine überhöhende Floskel, sondern vielmehr eine eindrückliche Gegebenheit, für die das Weingut unter Anderem in den letzten Jahren zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten hat.

Ebenfalls beachtlich ist die Tatsache, dass die Weine, je nach Qualität, noch einige Jahre (bis zu fünf) auf der Flasche liegen dürfen und erst nach Erlangen ihrer Trinkreife auf den Markt gebracht werden. Die Frucht ist dann schon gut entwickelt und die in jungen Weinen gerne mal wilden und stürmischen Tannine haben bereits eine erste Zügelung erfahren und präsentieren sich feinkörnig und eingebunden. Ihren Zenit haben die Weine freilich noch nicht erlangt. Und doch bereitet es heute schon große Freude, einen gereiften Wein aus dem Hause Haut- Blanville zu winterlichen Gerichten servieren zu können. Denn ihre samtig-attraktive, einladende Stilistik harmoniert wunderbar mit der nun beginnenden, kalten Zeit des Jahres!


2012 Château Haut-Blanville „Solal“ rouge, 

IGP Vicomté d‘Aumelas

Fruchtiger, unkomplizierter Gaumenschmeichler mit milder Säure und sehr dezentem Tannin (Stahltank).

0,75 l 5,90 € (1 Liter =7,86)


2012 Château Haut-Blanville „Peyrals“ rouge, 

AOP Coteaux de Languedoc

Überwiegend Syrah von jungen Rebbeständen. 24 Monate Fassausbau in gebrauchten Barriques. Duft nach dunklen Beeren, erdige Noten, Würze, Tabak. Am Gaumen sehr viel reife Frucht von Waldbeeren, dazu angenehm präsente Tannine und dezente Röstnoten, neben einer sanften, mundfüllenden Stilistik. Mittlere Länge. Ein vielfältiger Begleiter zu kräftigen Speisen.

0,75 l 10,90 € (1 Liter = 14,53)


2010 Château Haut-Blanville „Grande Cuvee“ rouge, 

AOP Coteaux de Languedoc

Cuvee aus Syrah, Grenache, Mourvèdre und Carignan. 24 Monate in neuen und gebrauchten Barriques.

Dunkle, tiefgründige Nase mit nobler Würze, Cassis und winterlichen Aromen. Ein Mund voll Wein! Feinste Tannine und eine sehr harmonische Säure untermalen eine strahlende, saftige Beerigkeit. Ein sanfter, mittellanger Abgang vollendet die Eindrücke dieses harmonischen Roten. Ideal zu einem ausgelösten Rehrücken und Schmorgerichten!

0,75 l 15,90 € (1 Liter = 21,20)


2013 Château Haut-Blanville „Grande Cuvee“ blanc, 

AOP Coteaux de Languedoc

Sauvignon Blanc, Viognier, Chardonnay.

9 Monate in gebrauchten Barriques

Schon der Duft nach Zitrusfrüchten, Brioche und sehr viel Quitte ist höchst einladend. Im Mund zeigt sich der Wein dann von seiner besten Seite: Zuerst viel Schmelz, Frucht und Saftigkeit. Im Anschluss eine wunderbare Säure und Mineralität, unter der sich der Wein strafft und mit Eleganz und Feinheit die Kehle entlanggleitet. Wer einen Beweis sucht, dass in Südfrankreich mittlerweile hervorragende Weißweine produziert werden – hier ist er!

0,75 l 11,90 € (1 Liter = 15,86)