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Freiherr von Gleichenstein – Weingut in elfter Generation Vogtsburg, Kaiserstuhl

Obschon das Weingut Freiherr von Gleichenstein schon seit Jahren ein fester Bestandteil des Vinum Sortiments ist und die Weine auf Anhieb eine feste Anhängerschaft unter unseren Kunden gewonnen haben, so hat dieses Weingut vom Kaiserstuhl im Schwarzwald bislang noch keine Erwähnung in unserer Aussendung gefunden. Eine Tatsache, die, uns jüngst bewusst geworden, einer dringenden Korrektur bedarf. Dürfen wir also vorstellen? Die Neubetrachtung eines alten Bekannten – das Weingut Freiherr von Gleichenstein.

gleichensteinlogokleinEin Blick auf die Etiketten der Weine, mit ihrem prominent platzierten Familienwappen und eher klassisch anmutender Typografie, legt schon die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um einen Betrieb mit einer tief wurzelnden Tradition handelt. Gänzlich falsch liegt man damit nicht, denn das Haus ist bereits seit 1634 in Familienbesitz. Einzig die Umstellung des Betriebs zum alleinigen Weingut ist erst wenige Jahrzehnte her. Der erste optische Eindruck sollte einen jedoch nicht fehlleiten: Auf dem Weingut wird eine höchst zeitgemäße Philosophie des Weinbaus gelebt und modern traditionell gearbeitet. So gehört eine konsequente Ertragsreduzierung und die Ernte des ausschließlich gesündesten und besten Leseguts zu den wichtigsten Grundtugenden, aus denen der seit 2002 allein verantwortliche Johannes von Gleichenstein (in elfter Generation) seine tägliche Arbeit im Weinberg ableitet. Unterstützt wird er dabei von seinem Außenbetriebsleiter Franz Galli und seinem Kellermeister Odin Bauer, die mit ihrem Wissen und Gespür um die weinbaulichen Prozesse und Herausforderungen kongeniale Partner darstellen.

Auf den insgesamt rund 50 Hektar werden überwiegend klassische Burgundersorten angepflanzt. Jeweils über 10 Hektar werden dabei dem Spätburgunder, Weißburgunder und Grauburgunder zuteil, ergänzt von Chardonnay, Müller Thurgau und Muskateller. Allen Weinen gemein ist ihre definierte Kraft und Dichte, ohne dabei je schwer oder überladen zu wirken. Darüber hinaus leben sie von ihrer klaren, bisweilen flirrenden Spannung aus prägnanter Säurestruktur bei gleichzeitig einladender und deutlich herausgearbeiteter Frucht. Weine also, die durch handwerklich vorzügliche Weinbereitung bestechen und eine Menge Trinkfreude versprechen. Verdientermaßen ist das Weingut von Gleichenstein in den letzten Jahren zu einem qualitativen Vorreiter für den Kaiserstuhl avanciert. Sollten Sie bislang noch nicht in den Genuss gekommen sein – folgende Auswahl eignet sich ideal für einen „Erstkontakt“:

 

2014 Weißer Burgunder „Hofgarten“ trocken

Ein lebendiger und frischer Burgunder mit Noten von jungen Äpfeln, etwas Minze und Zitrusaromen. Am Gaumen überwiegt ein knackiger, von Fruchtsäure und Mineralik getragener Eindruck, der erst im Abgang von einer milden Fruchtigkeit „besänftigt“ wird. Sein festes Gerüst bedingt sein recht junges Alter – mit zunehmender Reife werden die typischen Fruchtnoten mehr in den Fokus rücken.
0,75l 10,50 € (1 L=14,00 €)

 

2014 Grauer Burgunder „Hofgarten“ trocken

In der Nase viel grüne Frucht, Orangenzesten und dezente Noten von reifen exotischen Früchten. Geschmacklich präsentiert sich der Graue Burgunder schön entwickelt, mit einer ausgewogenen Balance, charmanter Fülle und einem animierenden und abwechslungsreichen Spiel zwischen Säure und Fruchtigkeit. Ein beschwingter Wein, der sich ohne große Ecken und Kanten durch seinen freundlichen und süffigen Charakter auszeichnet.
0,75l 10,50 € (1 L=14,00 €)

 

2014 Weißer Burgunder & Chardonnay trocken

Diese Cuvée ist die opulenteste Vertreterin der Kollektion und zeichnet sich durch ihre merkliche Cremigkeit und Reife aus. Viel Schmelz, dazu Aromen von zerlassener Butter und balsamischer Frucht, lassen diesen Wein zu einem gaumenfüllenden Trinkvergnügen werden. Im Nachhall bleibt eine schöne Salzigkeit, die dem Wein wieder etwas von jener Frische verleiht, die hinter der ersten saftigen Fülle zunächst noch verborgen schien. Sanft, ausgewogen und sehr harmonisch!
0,75l 10,50 € (1 L=14,00 €)

Text: Jonas Parr