Weinwissen

Grüner Wein – das Geheimnis des Vinho Verde

Seit einigen Jahren erfreut sich der portugiesische Vinho Verde immer größerer Beliebtheit. Nicht ohne Grund, denn das frisch-moussierende und der geringe Alkoholgehalt lassen ihn zu einem perfekten Begleiter lauer Sommerabende werden. Beide Charakteristika sorgen dafür, dass Vinho Verde in der Tat ein Durstlöscher ist. Er kommt aus dem nördlichen, niederschlagsreichen Portugal. Die wörtliche Übersetzung „Grüner Wein“ hat also nichts mit Farbe oder Jugendlichkeit des Weines und auch nichts mit einer frühen Lese zu tun. Auch handelt es sich nicht um eine Rebsorte, allein an weißen Reben sind in der Vinho Verde D.O.C. ein gutes Dutzend zugelassen. Vielmehr geht die Bezeichnung auf die satte Vegetation des Landstrichs zurück, aus dem der Wein kommt, der Minho-Region. Dementsprechend gibt es übrigens auch roten Vinho Verde, nur wird der selten exportiert. Das Geheimnis des Vinho Verde ist seine natürliche Kohlensäure. Diese entsteht auf der Flasche durch biologischen Säureabbau der im Wein enthaltenen Apfelsäure. Deshalb ist Vinho Verde auch ein Saisonprodukt, denn mit einsetzender Alterung droht der Wein an Frische zu verlieren. Er will jung getrunken werden und möglichst vor dem Spätherbst verbraucht sein.