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NADOR – köstliche Kékfrankos-Weine vom Eisenberg

„Ich will Weine kreieren, köstliche Blaufränkisch-Weine vom Eisenberg – aber von der anderen, der ungarischen Seite. Denn kaum jemand weiß, dass dort hervorragende Bedingungen für Kékfrankos-Weine herrschen!“, sagte Rainer Garger im Jahr 2000. Nach mehr als einem Jahrzehnt der hartnäckigen Entwicklungsarbeit wurde im Frühling 2013 der erste Jahrgang präsentiert: NADOR 2009.

Rainer Garger, 1963 in Graz geboren und in Krems an der Donau aufgewachsen, hatte schon immer Bezug zu Wein – und aufgrund zahlreicher Besuche bei seinen ungarischen Verwandten auch Bezug zum ungarischen Eisenberg, welcher nur durch die Staatsgrenze vom österreichischen Eisenberg getrennt ist (9km östlich von Deutsch-Schützen, 120km östlich von Graz, 130km südlich von Wien). Bei jedem Besuch waren gemütliche Nachmittage im Weinkeller der Großeltern in Vaskeresztes obligatorisch, wo immer zu herzhaften, selbst gemachten Jausen der typische, ehrlich produzierte Eisenberger Kékfrankos (Blaufränkisch) getrunken wurde. So lernte Rainer Garger die Weine in ihrer Ursprünglichkeit dort kennen, wo sie auch reiften.
Der Grundstein für NADOR wurde im Jahr 2001 gelegt. Beste Lagen des Vas-Hegy, steil und südlich orientiert, nach Einschätzung Gargers bestens für den Weinbau geeignet, lagen brach. Noch vor rund 60 Jahren wuchsen hier die besten Weine, aber die steilen Hänge wollte niemand mehr bewirtschaften. Das reizte Garger. Mit Hilfe seines Vaters Emmerich und seines Cousins Imre Garger wurden zunächst 2,7 Hektar der Lage „Wanzer“ erworben. Der Erwerb dieser Lage verlangte jede Menge Geduld, da die Lage von über 20 Besitzern angekauft werden musste. Das war der Startschuss für NADOR. Heute werden insgesamt 3,5 Hektar Weingärten bewirtschaftet, welche alle in den Jahren 2003 – 2007 neu mit Blaufränkisch-Reben bepflanzt wurden.

Für die Vinifikation holte sich Rainer Garger den Winzer Reinhold Krutzler an seine Seite, einen der besten und erfahrensten Blaufränkisch-Produzenten am Eisenberg. Über Stil und Ausbau entscheiden Krutzler und Garger gemeinsam, die Verantwortung für die Vinifkiation liegt aber letztlich bei Krutzler. Im Weinberg unterstützt ihn sein Cousin Imre Garger.

 

NADOR versteht sich als Botschafter des (ungarischen) Eisenbergs und will dazu beitragen, das Weinanbaugebiet vor allem in Österreich und Ungarn, aber auch international, bekannter zu machen.

Von Anfang an war für Garger klar, dass sein Blaufränkisch die Handschrift des mineralischen Terroirs des Eisenberg tragen sollte. Ein Wein, der stolz von seiner Herkunft vom Eisenberg erzählt. Ein Wein, der die einzigartigen, charakteristischen Züge des Eisenbergs trägt: die Frische, die kantige Mineralik, die Würze, die Vollmundigkeit, welche sich nach ausgiebiger Reifezeit zu einer unglaublichen Harmonie verbinden.

Die Geschichte des Gebietes ist eine wechselvolle. Erst 2011 feierte man die 90-jährige Zugehörigkeit des Burgenlands zu Österreich. Ein schmaler Landstreifen, der bis dahin nie eine politische oder administrative Einheit war, kommt als “selbstständiges, gleichberechtigtes Bundesland” zur Republik Österreich. Die Geschichte des Weinbaus in dieser Region geht bis zu den Kelten (800 v. Christus) zurück. Später waren auch die Römer, wie überall in Europa, im Weinbau engagiert. Wie auf vielen heute weltbekannten Ländereien, auf denen seit mehreren Jahrhunderten Weinbau betrieben wird, wurden auch rund um den Ort Deutsch-Schützen im Südburgenland Zisterzienser Mönche auf den besonderen Boden und das hervorragende Klima für die Weinerzeugung aufmerksam. Die Ländereien um den Eisenberg waren schon im Mittelalter (6. – 15. Jahrhundert) sehr begehrt, wie zahlreiche Tauschverträge der Güssinger Grafen belegen.

Wie alle Weinbaugebiete Europas blieb auch der Eisenberg Ende des 19. Jahrhunderts von der Reblaus nicht verschont. Viele Weingärten mussten gerodet werden oder verwahrlosten. Später hemmten die politischen Wirren rund um den Anschluss an Österreich und die Grenzziehung durch das kommunistische Regime die Entwicklungen in der Region.

Alle Weine kommen erst nach einem langen Reifungsprozess von 2 – 5 Jahren im Fass und auf der Flasche auf den Markt: Harmonisch ausbalanciert muss der Wein nicht weiter gelagert werden, bringt aber locker zehn bis fünfzehn Jahre Kellerpotenzial mit.

2015 NADOR Falu
12 Jahre alte Rebstöcke, 100 % Blaufränkisch, 10hl/ha Ertrag, Böden: Grün-und Blauschiefer, Quarz. Spontanvergärung im Sathltank, 18 Tage Mazeration; 13 Monate im Stahltank und neuen 500l Fässern, zudem 12 Monate in der Flasche vor Verkauf.
Leuchtenders Violett; fruchtbetont, reife Kirschen! Kräuterig, trinkig, saftig, sehr feine Tannine!
0,75 l 13,90 € (1 Liter 18,53 €)

2012 NADOR Ried Voller
9 Jahre alte Rebstöcke, 100 % Blaufränkisch, 10hl/ha Ertrag, Böden: Grün-und Blauschiefer, Quarz. Spontanvergärung in offenen Gärständern, 20 Tage Mazeration; 27 Monate in gebrauchten 1.500l Fässern, weitere 36 Monate in der Flasche vor Verkauf. Nicht filtriert, nicht geschönt!
Leuchtendes Rubinrot; kraftvoll und beeindruckend in der Nase; Waldbeeren! Mineralisch, etwas ätherisch, wunderbar elegant und vielschichtig!
0,75 l 16,90 € (1 Liter 22,53 €)

2012 NADOR Wanzer
9 Jahre alte Rebstöcke, 100 % Blaufränkisch, 10hl/ha Ertrag, Böden: Grün-und Blauschiefer, Quarz. Spontanvergärung in geschlossenen Gärständern, 21 Tage Mazeration; 26 Monate in gebrauchten Fässern, weitere 36 Monate in der Flasche vor Verkauf.
Tiefdunkles Rubin-Violett; würzig intensiv, reife Zwetschgen, mineralisch, protzt nicht so mit der Frucht; komplex, sehr gut eingebundenes Holz; feine geschliffene Gerbstoffe.
0,75 l 16,90 € (1 Liter 22,53 €)

2015 NADOR LPG
12 Jahre alte Rebstöcke, 100 % Blaufränkisch, 10hl/ha Ertrag, Böden: Grün-und Blauschiefer, Quarz. Spontanvergärung in offenen Gärständern, 13 Monate in offenem Bottich, danach Pressung; 12 Monate in der Flasche vor Verkauf.
Dunkles Rubinrot; Balsamisch, helle rote Früchte, vielschichtig, kräuterig; ätherisch im Abgang, fantastisch! Etwas kühler trinken, bei etwa 14-15 °C!
0,75 l 19,90 € (1 Liter 26,53 €)